Ja, ich will!

Ja, jetzt will ich auch. Glaube ich zumindest. Seit Monaten denke ich darüber nach einen Blog zu starten. Ich bin immer ein wenig spät dran, weil ich über einige Sachen zu genau nachdenke und es ja auch gleich alles richtig machen will, was ich dann aber trotzdem nicht mache. Zum Beispiel fiel es mir nach dem Abitur total schwer mich für ein Studium zu entscheiden… irgendwie wusste ich schon immer gut was ich nicht will, aber nicht was ich will. (Das gilt übrigens auch für das Thema „Männer“ und deshalb bin ich wohl auch noch Single). Das Abitur hatte ich irgendwann in der Tasche, aber war wie gelähmt und hatte einfach keine Bewerbung abgeschickt. Also entschloss ich mich für eine kleine Au Pair Auszeit in Italien. Wenn man als Au Pair in Europa arbeiten möchte, benötigt das viel weniger Vorlaufzeit, als wenn man in die USA geht. Und als das Au Pair Jahr um war (übrigens ein wundervolle Zeit, die mich stark geprägt hat und mich viel zu der Person gemacht hat, die ich jetzt bin), wusste ich immer noch nicht was ich beruflich machen wollte. Es gibt ja zahlreiche Hilfestellungen die einem jungen Menschen die Berufsberatung erleichtern sollen, das Arbeitsamt hilft, ein Tag der offenen Tür an den Unis, Mama und Papa, Freunde, Listen schreiben mit dem was man kann und was man will… Also schreibe ich mal ein paar Dinge auf die ich mag:

  • Kreativ sein: schreiben, fotografieren (ich habe das „Auge“, aber mir fehlt eindeutig das Handwerkszeug), Geburtstags- und Weihnachtkarten basteln
  • Reisen: fremde Kulturen entdecken, neue Menschen kennenlernen, in der Sonne liegen, genießen, viel schlafen
  • Partys feiern: aber bitte nicht organisieren
  • Menschen ein Lächeln auf die Lippen zaubern
  • Shoppen: am liebsten immer noch online, in meiner Heimatstadt Dresden oder auf Reisen, weil die Münchner Innenstadt wirklich nichts zu bieten hat (was mit meinem Geldbeutel zu vereinen wäre)

Dinge die ich nicht mag sind natürlich vielseitiger:

  • Früh aufstehen und spät heim kommen
  • Viel arbeiten
  • Eintönigkeit und zu viel Action
  • Langeweile und zu viele neue Herausforderungen
  • Zu wenig Geld verdienen
  • Prüfungen schreiben
  • Vor vielen Leuten reden / Vorträge halten und nur für sich allein arbeiten ohne Kontakt zu Kollegen
  • Keinen wirklichen Mehrwert sehen in dem was man tut
  • Zu wenig Verantwortung haben und zu viel Verantwortung haben
  • Kontrolliert zu werden
  • Blöde Chefs
  • Falsche Versprechungen

Wenn ich noch ein paar Minuten länger darüber nachdenke, würde die Liste mit dem was ich nicht mag und nicht will sich noch ewig in die Länge ziehen. Ich hab ja einen Job. Der deckt schon ein paar Sachen die auf der ersten Liste stehen ab, aber ich bin nicht glücklich mit meinem Job. Ich war es auch noch nie. Das hier ist schon mein 4. Job nach dem Studium – also in 5 Jahren. Ich hoffe mit dem Bloggen wird es mir anders ergehen. Ich möchte da Spaß dran haben. Mir sollen die Ideen nicht ausgehen. Ich möchte meine Leser unterhalten und beraten und Ihnen ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Ich habe so lang über diesen Blog nachgedacht, womit ich das schaffe, Leser auf meinen Blog zu bekommen, was Leser interessieren könnte – und mir ist mal wieder nichts eingefallen. Deswegen wird dieser Blog mein persönliches Experiment. Ich blogge über das Leben, Reisen, Freunde, die Liebe, Essen, Schlafen, meinen Job, die Suche nach dem Ich, tolle Party und philosophiere über die heutige Zeit. So lange eine Sache Spaß macht, sollte man ihr nachgehen und ich glaube das Bloggen könnte so eine Sache sein. Also auf geht’s!

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9 Kommentare

  1. Hey jiuliena.

    Denk nicht darüber nach, was andere hier erfahren oder lernen sollten. Ignorier‘ das und schreib auf, was dich beschäftigt, was dir im Kopf herum geht und was du teilen möchtest.

    Ich weiß, wie das ist, wenn man viel zu lange Zeit eine Entscheidung bewertet bevor man sie überhaupt wagt. Lass dich davon nicht erschlagen. 🙂

    Ich blogge schon sehr lange und seit fast zwei Jahren täglich. Mal mehr, mal weniger, denn mein Thema ist die Fotografie. Für mich ist es eine Aufgabe, die mich manchmal fordert und mir Halt gibt. Und mit einer Leserschaft, die es okay findet, wenn mal ein Artikel ausfällt, weil ich mich schlicht nicht stressen wollte.

    Das wünsch ich dir auch,
    alles Gute!
    ml

    1. Dankeschön!Es ist für mich nur etwas ungewohnt unbekannte Leute mit meinen geistigen Ergüssen zu erdrücken. Dabei vergesse ich immer dass es ja jedem frei gestellt ist einfach nur den Browser wieder zu schließen ohne dass es unhöflich wäre. An diesen Gedanken muss ich mich noch ein wenig gewöhnen, aber das wird nicht lange dauern. 😉

      1. Sieh es mal so: Von geistigen Ergüssen wird man allerorts erdrückt, oft unfreiwillig, letztlich aber doch mit der Möglichkeit, es zu ignorieren. Wenn jemand etwas damit anfangen kann und es nicht ignoriert, dann wirst du es merken und wissen, dass „erdrücken“ das falsche Wort ist. 🙂

  2. Hey,
    sozusagen als „Pingback“ bin ich auf deinen Blog gelangt und verstehe deine Gedanken total (:
    Am Anfang muss man sich echt ranhalten, dass man nicht vergisst, dass einem dieses „Medium“ Blog zur Verfügung steht. Inzwischen benutze ich es aber auch schon so, dass mir bei manchen Dingen gleich der Gedanke kommt „das wäre was für den Blog!“ – es wird natürlich (:
    Viel Erfolg weiterhin und alles Liebe! 🙂

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