Vietnam, Vorsätze, Verbalinkontinenz

Da bin ich wieder. Fünf lange Wochen in Südostasien mit traumhaften und einzigartigen Erlebnissen liegen hinter mir.

An einem der letzten Tage bin ich von einem Boot bei strahlendem Sonnenschein ins dunkelblaue Meer gesprungen (und musste mir dabei – voll mädchenhaft die Nase zu halten). Weil das mit den Fotos nicht so gut geklappt hat, musste ich sogar 3x springen und der Guide hat trotzdem kein anständiges Bild zustande gebracht:

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Ich bin hinter meinem vietnamesischen Easy Rider sitzend auf einem Motorrad quer durch das Hinterland von Dalat gefahren, habe in einer Seidenfabrik Seidenraupenlarven gegessen (eklig!), den Sonnenuntergang über dem Mekong Delta bestaunt und dabei ein kühles Saigon Bier getrunken, frischen Fisch am Strand gegrillt, zahlreiche vietnamesische Massagen genossen (habe bei 5 aufgehört zu zählen), extrem niveaulose Gespräche mit meinen Mitreisenden geführt, war einem Shoppingrausch ausgeliefert, bin Scooter gefahren und dabei den Fahrtwind im Gesicht gespürt und ich habe auf den vietnamesischen Märkten zahlreiche Düfte inhaliert, die nach einer Mischung aus tropischen Früchten, stinkenden Fisch und moderndem Fleisch rochen. Nicht zu vergessen vietnamesische Garküchen. Tolle Erfindung. Aber wer hat sich bitteschön ausgedacht das ganze Essen mit Koriander zu versauen? Koriander schmeckt nach Seife. Ich verstehe nicht wie man da anderer Meinung sein kann. Überhaupt schmeckte das vietnamesische Essen schon nach der 1. Woche immer wieder gleich. Chicken, Reis, Gemüse, Suppe und Rind. Über den frischen Fisch war ich sehr dankbar und über den ersten Burger (Todsünde im Ausland, ich weiß, aber es war nicht zu vermeiden) auch.
Silvester habe ich im süßen Städtchen Hoi An verbracht und eine fette Party gefeiert. Zeit gefunden um über das letzte Jahr zu sinnieren habe ich erst zurück in Deutschland.

Welche Vorsätze gibt es für 2016? Nicht viele außer das Leben zu genießen und ein paar Vorsätze aus dem letzten Jahr endlich in 2016 umzusetzen.

  • lustige, kreative, ironische, unterhaltsame Blogbeiträge schreiben
    Ein paar gute Artikel gab es in 2015 auf jeden Fall. Das hat mir die schlaue WordPress Statistik verraten. Danke für Euer Interesse an meinen chaotischen, sinnfreien und verträumten Artikeln.
  • mich nicht bei meinen Freunden über Männer, Ubahnen, Männer, Arbeit, Männer, Wetter und Männer beschweren
    Hat defintiv nicht geklappt.
  • mehr Sport treiben (kein Trinksport! kein Bettsport!)
    Trinksport: JA! Bettsport: JA! Sport: Na JA…
  • optimistischer sein
    Zum großen Teil durchaus gelungen. Dank Kuba und G.!
  • mehr Engagement im Job oder einen Job finden bei dem das alles von allein kommt, weil er so toll ist
    Muss auf 2016 verschoben werden.
  • den Mann fürs Leben finden (Oder zumindest für einen Teil meines Lebens. Wenns auch nur ein kleiner Teil ist…)
    Ob fürs Leben oder für einen Teil meines Lebens. G. ist eindeutig derzeit in meinem Leben und meinem Herzen. Das war wohl das Schönste an 2015.
  • optimistischer sein
    Ichs sagte doch bereits Danke Kuba und G.!
  • in der Ubahn eher aufstehen wenn sich ältere Menschen setzen wollen
    Na ja, manchmal tue ich schon so, als hätte ich es nicht gesehen. Und danach schäme ich mich ein bisschen.
  • anderen Menschen Freude bereiten
    Da müsste man jetzt die Menschen in meiner Umgebung fragen. Aber Mühe gegeben habe ich mir.
  • mindestens eine große Reise planen (Kuba, Vietnam, Argentinien, Peru, Chile, Indonesien – tbd.)
    Sogar doppelt umgesetzt und nach Kuba und Vietnam gereist.
  • optimistischer sein
    Joar!
  • positives Karma verbreiten und keine Kellner mehr bescheissen
    Mhm… Na ja… ich bescheisse immer noch und mein Karma lässt zu wünschen übrig.
  • nicht so viel shoppen gehen und mehr sparen (zum Beispiel für tolle Reisen, die Rente, ein Eigenheim oder Zalando)
    Ja, sparen und ausgeben. Der ewige Kreislauf. Das Geld ist ja nicht weg, sondern nur woanders.
  • optimistischer sein
    Huch?! Das war mir wohl letztes Jahr ein dringendes Bedürfnis.
  • nicht durchdrehen wenn die Mutti am Telefon etwas an Ihrem Rechner erklärt haben will
    Ich bin die Ruhe selbst. Oooooohhhhmmmmm! (Ich mache im Übrigen seit ein paar Wochen Yoga. Das ist gar nicht so pseudospirituell wie ich immer dachte. Ich sollte darüber in Zukunft was schreiben. Coming soon!)
  • herausfinden was ich will: beruflich, männertechnisch, im Leben und überhaupt
    Uffa! Das vertage ich auf 2049!

 

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20 Kommentare

  1. Schön, dass Du wieder da bist 🙂 Allein… Maden essen – igitt, noch nie probiert, aber allein das Kopfkino bewahrt mich.
    Koriander? Mag ich gern in der Ingwer-Möhren-Suppe. Kommt vielleicht auf die Menge an 🙂
    Deine Fotos? Machen echt Lust! Hatte gerade vor ein paar Tagen den Mann befragt, ob Vietnam nicht auch mal ne Option wäre 🙂
    Du bescheißt Kellner? WIE geht das?
    Der Rest… könnte von mir stammen 😉

  2. Wunderschöne Bilder.
    Willkommen zurück im kalten Deutschland (ich war bis letzte Woche da, hier ist’s aber auch nicht viel wärmer..)
    Und Vorsätze.. na ja. Sollte eh nur „Leben genießen“ drauf stehen 🙂
    Alles Liebe

    1. Danke Colleen. Auch wenn es ar…. kalt ist, ich freue mich über das schöne Winterwetter. Ein paar Vorsätze finde ich prinzipiell nicht schlecht. Wenn man sie einmal ausformuliert, fällt es leichter sich daran zu halten. Man kann ja leider nicht immer nur das Leben genießen. Obwohl… wenn ich mir Dein Leben so anschaue, hört es sich schon ein bisschen danach an. 😉

      1. AH! DANKE! Ich bin der Jugendsprache nicht so mächtig. Bin doch schon Ü30. 😀
        Meine Übersetzung findest Du bei Google Translate!

  3. Wellcome back…hört sich Klasse an ! Beim Geldvorsatz mußte ich grinsen und beim letzten Punkt, Deiner Vertagung der wichtigen Themen, hab ich laut losgelacht : es kommt doch alles anders 😉

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