Das Sechste.

G. und ich sprachen letztens darüber, dass wir schon sehr gespannt sind, wie unser Mini wohl aussehen wird. Natürlich sind das alle werdenden Eltern. Daraufhin meinte ich, dass es ja oft so ist, dass das erste Kind dem Vater sehr ähnlich sieht und ich auf eine gute Mischung hoffe. Er meinte dann ein wenig traurig: „Ja, aber es ist ja nicht unser erstes Kind.

Gedankenspiel.

Puh, damit hatte er mich voll getroffen und natürlich vollkommen recht. Unser Mini ist einfach mal unser sechstes Kind. In ein paar Wochen wäre unser erstes Baby drei Jahre alt geworden. Den genauen Entbindungstermin weiß ich nicht mehr. Es folgten noch so viele weitere. Die Vorstellung, dass es jetzt bereits ein Geschwisterchen bekommen würde ist schön und gleichzeitig traurig. Manchmal denke ich wie die letzten drei Jahre gewesen wären mit diesem Mini eins. Hätten wir unsere Liebe zu Griechenland entdeckt? Hätte ich diesen Job, den ich jetzt habe (und ohne Leidenschaft ausübe)? Würden wir noch hier wohnen und leben? Wären wir glücklich? Sicherlich hätte sich vieles verändert in der Zeit. Positiv oder negativ. Ein Gedankenspiel, was eigentlich unnötig ist. 

Sensibel.

Ich merke, dass ich immer noch ungeheuer sensibel bin was das Thema Fehlgeburten angeht. Ich spreche inzwischen offener darüber, aber es dauert nicht lange bis meine Stimme anfängt zu zittern und mein Herz schneller klopft. Es tut einfach immer noch wahnsinnig weh und das Unverständnis was einem oftmals entgegengebracht wird, noch mehr. Es ist nicht richtig, dass jetzt bei mir alles gut ist und ich rundum glücklich bin, weil ich ja nun endlich schwanger bin. „Jetzt hast Du ja alles, was Du wolltest.“ Der Schmerz über die Verluste liegt tief und noch ist das Mini auch nicht da. Noch weiß ich nicht wie es sich anfühlt Mutter zu sein. Noch kann so viel passieren. Und was ich ursprünglich wollte, habe ich auch nicht. Wenn ich mir eine Traumwelt malen könnte, würde die anders aussehen und doch bin ich glücklich. Glücklich über G., der auch in den letzten Tagen bewiesen hat, wie stark er ist, wie sensibel, wie liebevoll und rücksichtsvoll und wie er trotzdem sein Ding macht und wir uns gegenseitig ermutigen genau das zu tun.   

Die neuen ersten Male.

Inzwischen haben mir, wie die ersten von Euch prophezeit haben, schon einige über meinen größer werdenden Bauch gestreichelt. Bisher war es noch nicht unangenehm, da es nur ein paar gute Freundinnen sind. Das ist mir bei den anderen Schwangerschaften nie passiert. Natürlich. Zum Einen wussten es nur ein paar wenige und der Bauch war ja auch in jeder der Schwangerschaften nicht wirklich sichtbar. Daran merke ich aber auch, dass sich etwas tut. Das Mini wächst und mein Bauch auch. Als wir neulich im Biergarten waren und ich die Rechnung beglich, meinte der freundliche Kellner noch, dass er mir ja gern einen Schnaps ausgeben würde, aber das ja offensichtlich nicht angebracht wäre. Ich lächelte. Innerlich jubelte ich, da das das erste Mal war, dass jemand Fremdes direkt meine Schwangerschaft erkannte. Zu meinem Geburtstag kam auch die ein oder andere Freundin aus der Heimat, die davon noch nichts wusste und ich musste es gar nicht aussprechen. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie sehr mich dieses (neue) Gefühl freut.

Von einer Freundin habe ich bereits ein kleines Päckchen mit Klamotten für unser Mini bekommen. Und wenn ich mir diese so anschaue, könnte ich jedes Mal aufs Neue heulen so glücklich bin ich gerade. Manchmal weiß ich nicht wohin mit dieser Gefühlswelle und würde sie gern mit jemanden (außer G.) teilen. Ein bisschen kann ich also schon verstehen, warum Makis dann alle anderen mit Kinderbildern und Geschichten über volle Windeln zuschütten. Vielleicht werde ich hier auch bald davon berichten. Hihihi!

5 Kommentare

      1. Na sehr gerne 😊 ich folge dir schon so lange und wir sind mit der Kinderplanung durch, sodass ich dir gerne ein paar Sachen überlassen würde. Schreib mir mal eine Mail und dann können wir uns austauschen, was du evtl. noch benötigst 😊

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