Die Rolle des Vaters.

Heute will ich gar keinen langen Beitrag für Euch schreiben. Ich hab eine Illustration entdeckt, die ich gern teilen will, da sie mich zum Nachdenken gebracht hat.

Unterschiedliche Wahrnehmung.

Väter.

G. ist wirklich ein toller Vater. Er wickelt ihn, schaukelt ihn, spielt mit ihm und erzählt ihm Witze. Es ist für mich sooo herzerwärmend die beiden miteinander zu sehen und ich freu mich schon auch auf die zukünftigen Vater-Sohn-Ausflüge die sicherlich oft einen sportlichen Hintergrund haben werden.

Als ich neulich meine erste Stunde meines Rückbildungskurses hatte, waren Mini und G. etwas mehr als eine Stunde allein. Mini fand das anscheinend in dem Moment nicht so toll und hat dieses auch lautstark geäußert. G. versuchte sein Bestes, aber irgendwann war es eben doch schwer Ruhe und Nerven zu bewahren. Als ich gut gelaunt, in meinen Sportklamotten aus dem Kinderzimmer kam (der Kurs findet online statt), war die Stimmung am Boden. Sofort überkam mich eine Welle an schlechtem Gewissen und des Bedauerns. Wegen 1,5h! G. machte mir keine Vorwürfe. Denn die machte ich mir selbst genug.

Komischer Weise empfinde ich es aber als Selbstverständlichkeit dass G. 1x die Woche zum Männerabend verschwindet oder am Wochenende einen Tag in die Berge zum Snowboarden fährt. Ich gönne ihm diese Zeit, weil ich sie auch genießen würde, wenn Mini mich nicht gerade alle 2-3h brauchen würde.

Da ist eine Ungleichheit, die ich (im Moment) biologisch begründe, aber diese Begründung dauerhaft nicht ausreicht. Die Elternzeit ist am Anfang einfach ungleich verteilt und bei den meisten Familien bleibt das dann auch so.

Ich hoffe jedoch sehr, dass wir uns in den nächsten Monaten mehr und mehr einspielen und ich auch bald wieder zu Mädelstreffen, Friseurterminen, in die Berge zum Snowboarden oder Wandern kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Denn ich will auch in Zukunft ICH sein und nicht nur Mutter.

6 Kommentare

  1. Bevormundung, Zwang, Unterdrückung
    dient der Machterhaltung.

    Hat Else gesagt, eine deutsche Lyrikerin. Else Pannek. Ja glauben denn die Nobodys dieser Welt, wir lassen uns die Macht nehmen?

    Niemalsnienicht!

    Psychologie heute lesend bei Sekt und Maniküre…

    🥳

  2. Die Grafik ist tatsächlich ziemlich treffend für die noch immer vorherrschende Prägung der Gesellschaft.

    Wie tief das in einem selbst verwurzelt ist, merkt man erst mit der Zeit. Ich gehe regelmäßig alleine mit Freundinnen weg oder zum Sport, aber noch immer (Das Kind wird 4!) habe ich an manchen Tagen ein schlechtes Gewissen. Was natürlich totaler Unsinn ist, da unser Sohn immer Spaß hat und gut aufgehoben ist.

    Ab wann das überhaupt möglich ist, ist tatsächlich sehr unterschiedlich. Für mich war es erst sehr spät möglich, da wir ja gefühlt ständig gestillt haben und sich unser Sohn auch nur durch mich beruhigen ließ, obwohl mein Mann insgesamt genauso lange wie ich Zuhause war, da er nach seiner Elternzeit noch lange krankgeschrieben war.

    Lasst es einfach auf euch zukommen und geht ohne feste Erwartungen an die Sache. Es wird Phasen geben, da kannst du problemlos auf die Piste und es wird selbst mir 3/4 Jahren noch Phasen geben, da sagst du Dates freiwillig ab, weil es für alle Beteiligten nur Stress wäre. Keine Mama möchte ein verheultes Kleinkind im Bett vorfinden, wenn sie heimkommt… go with the flow. 😉

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