Mama und Oma sind die Besten

Meine geliebte Oma ist gestorben als ich 15 war. Das ist mittlerweile schon ziemlich lang her. Also so 10 Jahre. Na gut. Etwas mehr vielleicht. So drölfzehn oder viefzehn. Jedenfalls muss ich trotzdem noch unglaublich viel an sie denken. Sie war so ein herzensguter Mensch und hat für ihre Enkelkinder alles gemacht. Meine Mama hat viel von ihr geerbt. Sie ist ebenfalls sehr aufopferungsvoll für ihre geliebten Menschen. Für uns und meinen Papa hat sie immer alles stehen und liegen gelassen und sich und ihr eigenes Glück hinten angestellt. Oma genauso. Oma kam früher zweimal die Woche zu uns und hat geputzt und gebügelt, hat mit uns Kindern Kakao getrunken und immer was Kleines mitgebracht. Das war die Zeit in der ich mich wie ein Schneekönig über ein Überraschungsei oder ein Kindercountry gefreut habe. Oma fehlt mir. Nicht wegen der Ü-Eier. Nein, Oma war einfach Urlaub. Oma war wohlfühlen. Bei Oma war die Welt in Ordnung. Ich musste nur an ihrer Tür klingeln und ich ich konnte diese heile Welt betreten. Dann konnte ich auf ihre Oma-Couch, den Fernseher anschalten und Oma kochte Spaghetti oder Gulasch. Ich wünschte, ich könnte noch einmal mit meiner Oma sprechen und ihr erzählen wie dankbar ich ihr für alles bin. (mehr …)

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Frühlingsgefühle

Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze. Ein paar erste Sommersprossen die sich auf meiner Nase tummeln und sich ein paar lustige Geschichten erzählen. Die Nase rot vom vielen Nasenputzen. Ich bin ein bisschen erkältet. Das bin ich immer wenn es Frühling wird. Denn dann möchte ich so schnell wie möglich meinen dicken schweren Wintermantel in die letzte Ecke pfeffern und meine leichte Übergangsjacke rausholen. Moment. Die war letztes Jahr schon ziemlich ausgeblichen. Ich sollte dringend eine neue shoppen. Das denke ich mir übrigens immer wenn eine neue Jahreszeit naht. Ich habe nichts – absolut gar nichts anzuziehen obwohl der Schrank aus allen Nähten platzt und – peinlich peinlich – letztens unter all der Last fast zusammen gebrochen wäre. Egal! Der Frühling ist da! (mehr …)

Wie ich meinen Job als Projektmanager überlebe

Ich bin ein Projektmanager und oftmals weiß ich nicht was ich hier eigentlich genau den ganzen Tag tue bzw. tuen soll. Ich gehe jeden Tag zur Arbeit, damit alle mein schönes Gesicht sehen. Das sitzt dann nichts wissend hinter seinem Rechner oder in Meetings um ab und zu mal so zu tun, als hätte es Ahnung. Eigentlich kann es aber nichts Sinnvolles dazu beitragen damit es in Zukunft unser Produkt in Timbuktu, Kasachstan oder der Mongolei und den restlichen 100 Märkten gibt. Ich tue natürlich den ganzen Tag so als wäre ich unersetzlich, indem ich Präsentationen erzeuge, Reportings auswerte, Projektmitarbeiter an Deadlines erinnere und immer mal wieder zustimmend „ja, da hast Du recht“ sage. Aber eigentlich kann sich mein Gesicht nur Wimperntusche auf die Augen machen und mit den weißen (na ja) Zähnchen schief lächeln. Wie überlebe ich also diesen grauen Alltag ohne dass es auffällt? (mehr …)

Scheiss auf Valentinstag

Valentinstag,

der verhasste Tag aller Singles. Wenn nicht noch etwas ganz unvorhersehbares kommt, scheine ich den Tag der Verliebten dieses Jahr tatsächlich mal nicht allein in meinem superhässlichen Schlafanzug mit Frühstück im Bett und dem Gute-Zeiten-Schlechte-Zeiten-Marathon zu verbringen. Obwohl ich zugeben muss, dass mir der hässliche Schlafanzug fast schon ein bisschen fehlt und den GZSZ Marathon am Samstag habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Ich bin ja jetzt in einer Beziehung und habe einen Freund. Da muss ich mir mein Frühstück nicht mehr mit Leon Moreno, Jo Gerner oder Kathin Flemming teilen.

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10 Dinge die meine Zeit als Studentin in den Zwanzigern einfach nur großartig mach(t)en

In einer „How I met your mother“ Folge schreibt der 15jährige Marshall in einer Folge einen Brief an sein 30jähriges Ich. Darin steht er soll ein teures Auto fahren und eine heiße Frau haben, jedoch soll er nie ein „Firmenfuzzi“ werden. Ich glaube ich hätte mir damals geschrieben, dass ich einfach glücklich sein soll in dem was ich tue und mit den Leuten mit denen ich zusammen bin. Allerdings hätte ich gern in meinen Zwanzigern einen Brief aus der Zukunft, dem heutigen Jetzt, empfangen, den ich hier gern veröffentlichen möchte. Einige der Ratschläge habe ich gar nicht nötig gehabt, denn ich habe unbewusst vieles gemacht von dem was ich mir jetzt raten würde. Andere Sachen wären sicherlich hilfreich gewesen. Und vielleicht schauen ja auch ein paar Mitzwanziger auf meinen Blog und können mit den zehn Punkten mehr anfangen. (mehr …)

Vietnam, Vorsätze, Verbalinkontinenz

Da bin ich wieder. Fünf lange Wochen in Südostasien mit traumhaften und einzigartigen Erlebnissen liegen hinter mir.

An einem der letzten Tage bin ich von einem Boot bei strahlendem Sonnenschein ins dunkelblaue Meer gesprungen (und musste mir dabei – voll mädchenhaft die Nase zu halten). Weil das mit den Fotos nicht so gut geklappt hat, musste ich sogar 3x springen und der Guide hat trotzdem kein anständiges Bild zustande gebracht: (mehr …)

Old school

Manchmal bin ich ja ein bisschen old school. Dann schreibe ich auch gern mal selbstgebastelte Weihnachtskarten und persönliche Briefe. Postkarten oder Briefe im Briefkasten von Freunden empfinde ich wie ein Geschenk. Ihm habe ich gestern auch etwas geschrieben und dabei ist mir aufgefallen, dass ich von ihm noch nie etwas Handgeschriebenes gesehen habe. Ich weiß also gar nicht wie abgrundtief hässlich oder göttlich schön seine Schrift so ist. Männer haben ja in der Regel eh nicht so eine schöne Handschrift. Und irgendwie würde das auch ein bisschen zu ihm passen.

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Facebook Likes

Ich gebe zu ich bin ein wenig verschwenderisch geworden was meine Facebook Likes angeht. Ich like gern Artikel vom Postillon, die Profilbilder von meinen Liebsten, Streetart, Reisebilder und den ein oder anderen Musiker. Aber es gibt Leute in meinem Netzwerk die sind mir wirklich unheimlich. Ja, ich muss es leider so nennen. Die verkaufen für ein Like ihren linken Zeh (und zwar den großen) oder ihre Oma. Im Laufe meines Facebooklebens haben mich tatsächlich schon Nachrichten wie die Folgenden erreicht. Ihr werdet schnell merken, welcher Teil der Nachricht frei dazu erfunden ist. Aber mich erreichen diese Worte genauso wie die eigentliche, ursprüngliche Nachricht. (mehr …)

Eine Liebeserklärung an Rom

Ich glaube fast jeder trägt eine große Liebe in sich zu einem bestimmten Land oder einer bestimmten Stadt. Vielleicht die Stadt in der man aufgewachsen ist, in der man einen unvergesslichen Urlaub erlebt hat oder in der man alle Sommerferien verbracht hat. Bei mir ist es die Stadt, in der ich ein Jahr als Au Pair verbracht habe. Zum ersten Mal auf eigenen Beinen stehen, eine fremde Kultur und fremde Menschen kennenlernen und neue Erfahrungen fernab von zu Hause und ohne Mama an meiner Seite machen. Goethe hat mal gesagt: „…denn an diesen Ort knüpft sich die ganze Geschichte der Welt an, und ich zähle einen zweiten Geburtstag, eine wahre Wiedergeburt, von dem Tag, da ich Rom betrat.“ Und genauso fühlt es sich für mich an. Auch wenn das natürlich ein bisschen übertrieben und kitschig klingt.

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Liebe auf den ersten Blick

Es ist nun schon fast 5 Jahre her. Ich war noch neu in der Stadt und kannte mich nicht aus. Ich stand vor der Bar, vor der wir uns verabredet hatten und wartete gespannt auf Dich. Wir „kannten“ uns noch aus der Heimat, wobei kannten der falsche Ausdruck ist. Mehr als ein freundlicher Gruß war damals nicht drin. Schon früher fand ich Dich immer sehr hübsch und so sympathisch. Mochte Deine lockere Art. Aber mehr als ein kurzes Gespräch an der Uni war nie drin. Du warst damals ja auch in einer Beziehung wie ich später erfuhr und ich hatte ein paar lockere Geschichten und später ebenfalls einen Freund. Wir hatten keine Chance uns näher kennenzulernen oder besser gesagt nutzen wir die Chance einfach nicht.
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