Fehlgeburt

Die letzte Spritze.

Vielleicht erinnert Ihr Euch. Im Frühjahr 2019 war ich, aufgrund der mittlerweile zweiten Fehlgeburt, beim Hämatologen, der mein Blut untersuchen sollte. Es wurde eine Gerinnungsstörung (Prothrombin-Mutation) festgestellt. Die Prothrombin-Mutation ist ein angeborener Gendefekt, bei dem es zu erhöhten Blutspiegeln von Gerinnungsfaktor II („Prothrombin“) kommt. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Venenthrombosen („Thrombophilie“).

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Einleitung.

Es geht los.

Es fühlt sich an wie Abitur schreiben, erstes Date mit dem Traummann, heiraten und ein Haus kaufen an einem Tag. So aufgeregt bin ich.

Wie lang wird es dauern? Wie stark die Wehen? Wann wird sich Mini auf den Weg machen und wird er gesund sein? (mehr …)

Schwangerschaftsdiabetes.

In der 31. Woche hatte ich wieder einen Termin bei Herrn Dr. Ruh. Gegen Ende der Schwangerschaft finden die Kontrollen aller 2 Wochen statt und das Prozedere ist meist gleich: Urin abgeben, Blutdruck messen, CTG schreiben, kurzes Hallo bei Herrn Dr. Ruh, Muttermund ertasten, Ultraschall, Auf Wiedersehen.  Ich bin mittlerweile viel entspannter bei den Besuchen und genieße vor allem die 20-30 Minuten auf der Liege während Herztöne und Wehentätigkeit gemessen werden. Dieses regelmäßige schnelle Klopfen ist Musik in meinen Ohren und entspannt mich mindestens genauso gut wie eine gute Yogastunde von Mady Morrison. #werbung

Dieses Mal stand der Zuckertest, welcher auch oraler Glukosetoleranztest (oGTT) genannt wird, an. Ich hatte in meinem Leben nie mit Übergewicht oder Bewegungsmangel zu kämpfen (eher das Gegenteil), noch liegt bei uns in der Familie eine Diabetesneigung vor. Daher machte ich mir hier keine großen Sorgen. Allerdings stellen ein höheres Alter bei der Geburt, als auch wiederholte Fehlgeburten allgemein ein erhöhtes Risiko für Gestationsdiabetes dar. (mehr …)

Das Sechste.

G. und ich sprachen letztens darüber, dass wir schon sehr gespannt sind, wie unser Mini wohl aussehen wird. Natürlich sind das alle werdenden Eltern. Daraufhin meinte ich, dass es ja oft so ist, dass das erste Kind dem Vater sehr ähnlich sieht und ich auf eine gute Mischung hoffe. Er meinte dann ein wenig traurig: „Ja, aber es ist ja nicht unser erstes Kind.(mehr …)

Der Plan und das Leben.

Nun winkt die Vier.Null und lässt sich nicht mehr aufhalten oder wegschieben. In ein paar Tagen ist es so weit. Als Kind freut man sich noch über jeden Turn und nun denke ich mir „Vierzig? Oh Gottohgott!!“ (mehr …)

Zuversicht.

In meiner 19. Schwangerschaftswoche stand das zweite große Screening bei Herrn Dr. Ruh an. G. durfte mich begleiten, musste aber im Treppenhaus warten, bis wir zum Arzt hineingelassen wurden. Wie immer musste ich erst einmal Urin abgeben. Wie immer war ich vorher zu Hause extra noch einmal gegangen, weil ich nicht dran gedacht hatte und presste die letzten Tropfen heraus. Mein Blutdruck wurde gemessen. Alles okay. So weit so gut. (mehr …)

Wartezeit und Ängste

Wo ist denn bitte mein Optimismus aus den letzten Beiträgen hin? Ich bin heute bei 16+4 (d.h. ich bin in der 17. Woche und damit am Anfang des 5. Monats). Das letzte Mal habe ich das Mini bei 14+1 zusammen mit Dr. Ruh gesehen. Das ist über zwei Wochen her und das macht mir Angst. Ich frage mich ob mein Bauch genug wächst und befrage meine Freundin Google und bekomme zur Antwort: „Jede Schwangerschaft ist anders.“ Während manche Frauen in der 17. Schwangerschaftswoche eindeutig als schwanger zu erkennen sind, könnte man bei mir meinen ich hätte mal wieder zu viel Pizza oder Pasta verdrückt. Ist da wirklich ein Baby drin?  Ja, natürlich ist es da. Wir haben es ja groß auf Leinwand beim ETS gesehen, aber das ist noch länger her, als der Termin mit Dr. Ruh. Über drei Wochen schon und ich frage mich ob es inzwischen weiter gewachsen ist. Zugenommen habe ich noch gar nicht. (mehr …)

Vom Zauber der Schwangerschaftsverkündung

Wir hatten letztens ein paar Freunde zu Besuch und wollten denen endlich mitteilen, dass wir (wieder) schwanger sind. Einige wussten von unserer Vorgeschichte, die meisten aber nicht. Eine Freundin fragte mich direkt wie ich es G. gesagt hätte. Eine ganz normale Frage, für Frauen, die nicht, wie ich, bereits 5 Fehlgeburten hatten. Ich hatte in einem Gastbeitrag bei der Fruchtbar schon einmal erzählt, wie sich der Zauber dieses Momentes verliert. Aber wie hätte ich das dieser Freundin erklären können? Sie hat zwei zauberhafte Kinder und ich wette es war jedes Mal ein besonderer Moment als sie ihrem Freund von ihrer Schwangerschaft erzählte. (mehr …)

Die kritische Zeit

Die 12. Woche

Als ich die magische 12+0 erreicht hatte, war ich doch ein wenig erleichtert. Das geht vielen Frauen so, denn damit hat man die berühmte kritische Phase überstanden. Ich spürte Erleichterung auf der einen Seite, andererseits, weiß ich, dass dieser Marker ein künstlich gesetzter ist und die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt nicht von heute auf morgen auf 0 oder 1% fällt. (mehr …)

Mutterpass.

Nach meinem letzten Besuch bei Fr. Dr. Pille ging es mir richtig gut. Sie meinte, dass ich nun meine kritischste Phase überstanden hätte und es dem Mini (auch) gut ging. Ich war erleichtert wie schon lange nicht mehr. Nun liegen zwar noch viele Wochen vor uns, bis wir das Mini endlich im Arm halten dürfen, aber endlich sieht es ausnahmsweise einmal gut aus. Endlich ist da ein Funken Hoffnung für uns und unsere kleine Familie. Nun stand also mein erster Frauenarztbesuch an. Ich hoffte auf ein immer noch fleißig schlagendes Herzchen und die Ausstellung des langersehnten Mutterpasses. (mehr …)