Meine erste und hoffentlich letzte IVF

Wir hatten es noch einmal auf natürliche Weise diesen Zyklus probiert. Wir wussten ganz genau wann mein Eisprung stattgefunden hatte und hatten uns zum richtigen Zeitpunkt sehr lieb. Wir hatten uns sogar mehrmals lieb. Bei den Hibbelhonks (ich liebe dieses Wort, was von Mamastisch kommt und bei mir als die Kinderwunschfreaks bekannt ist) heißt das dann „Bienchen setzen“. Ich weiß nicht warum man das in den Foren immer mit so einer Kindersprache umschreiben muss. Ich weiß, statt „lieb haben“ könnte ich auch Sex haben, miteinander schlafen oder bumsen schreiben, aber Bienchen? Really? (mehr …)

Nächste Station: IVF

Vor ein paar Wochen hatten wir in der Kinderwunschklinik einen Beratungstermin für eine IVF. Wir werden zwar natürlich schwanger, aber uns läuft ein wenig die Zeit davon, weswegen wir diese Art der künstlichen Befruchtung nun in Erwägung ziehen. Leider schützt die künstliche Befruchtung nicht vor einer Fehlgeburt, deswegen bin ich auch nicht so euphorisch, was diesen Weg angeht. Allerdings bin ich – trotz ständiger Zykluskontrolle – seit meiner letzten Ausschabung im September nicht mehr schwanger geworden. Das ist jetzt nicht so ungewöhnlich. Der Körper muss ja erst mal zurück in den Rhythmus finden und die jüngste und damit fruchtbarste bin ich ja nun auch nicht mehr. Mit Anfang 30 wäre ich da sicherlich entspannter, aber nun habe ich Angst, dass mein Zeitfenster bald abgelaufen ist, weshalb wir uns über die verschiedenen Möglichkeiten einmal informieren wollten. (mehr …)

Warum willst Du eigentlich Kinder?

Oder: Warum ich einen Wunsch nach Babyscheisse habe.

In meiner intensiven Kinderwunschzeit fragte mich WWW (die witzige Akupunkturlady Wendy Wendisch) irgendwann mal warum ich mir eigentlich Kinder wünsche. Ich konnte auf diese Frage nicht wie aus der Pistole geschossen DIE EINE Antwort geben und musste länger darüber nachdenken. Eine Frage die sich eigentlich alle Möchtegern Eltern einmal stellen sollten, denn nur weil alle anderen Kinder bekommen, muss man noch lange nicht selbst Leben in die Welt setzen. (mehr …)

Die Frage nach Familienplanung

Zu meinem Geburtstag im letzten Jahr bekam ich viele Glückwünsche. Darunter eine Whatsapp Nachricht von Uwe. Uwe ist ein alter Bekannter, den ich schon mehrere Jahre nicht mehr gesehen hatte. Ich glaube er war mal an mir interessiert, aber Uwe ist der Typ Mann, der an jeder Frau interessiert ist, die in sein Beuteschema (schlank, halbwegs attraktiv, passendes Alter) passt. Es war also für mich nicht schwer da auch rein zu rutschen. Wir haben uns damals ein paar Mal getroffen und waren locker befreundet, aber mehr irgendwie auch nicht. Mit der Zeit hatte sich diese Bekanntschaft dann verloren. Und was bleibt bei solchen Begegnungen meist übrig? Ja, natürlich, die jährlichen Geburtstagsnachrichten. Ich hatte an seinen schon nicht mehr gedacht, aber er schrieb mir an meinem folgende Zeilen: (mehr …)

Bist Du schon MAKI oder isst Du sie noch?

Ich hatte hier ja schon einmal darüber berichtet wie schade ich es finde, dass manche Menschen in ihren Beziehungen so aufgehen, dass sie sich selbst dabei vergessen. Aus dem ICH wird ein klebriges WIR. Natürlich ändern sich viele Dinge wenn man eine Beziehung eingeht, aber trotzdem sollte man sich doch weiterhin treu bleiben und nicht nur im WIR existieren. (mehr …)

Die Fruchtbar

Irgendwie haben wir in den letzten Monaten zu einander gefunden. Dieser tolle Blog („die Bar“) und ich. Die Fruchtbar bietet einen Ort der Begegnung rund ums Thema Kinderwunsch. Christina schreibt in ihren Beiträgen über IVFPunktionStimulationFehlgeburtInseminationVoruntersuchungenNahrungsergänzungsmittelSchwangerschaft und vieles mehr. Und letzte Woche durfte auch ich einen Gastbeitrag veröffentlichen. Also schaut gern auch einmal bei ihr vorbei.

Jiuliena hat schon viel länger als ich ihren eigenen Blog „Carpe diesen scheiß diem“! Es ist einer meiner Lieblingsblogs, ganz gespannt warte ich immer auf die Fortsetzung ihrer Kinderwunsch-Geschichte – die sie unter dem klingenden Namen „Wunsch nach Babyscheiße“ veröffentlicht. Lest hier ihren Beitrag für die Fruchtbar. […]

Carpe diesen scheiß diem — Die Fruchtbar

Das Hier und Jetzt

Ende September kehrte ich von meiner kleinen (fast) einsamen Insel zurück. Ich kam mir mal wieder vor wie in einem Mensch ärgere Dich nicht – Spiel. „Hey Kopf hoch. Beim  nächsten Mal klappt es bestimmt.“ „Sei nicht traurig. Du hast doch trotzdem ganz viel Glück. Du hast G., einen festen Job und kannst Dir schöne Urlaube leisten.“ Dieses Mal war ich nicht gleich direkt nach dem Start aus dem Spiel geworfen wurden. Immerhin schaffte ich es ja in die 9. Woche und hatte den Herzschlag gesehen. Aber das nützt natürlich auch nichts, wenn man dann doch wieder aus dem Spiel geschmissen wird und wieder zurück in die Startposition muss. Ich gehöre sicherlich zu den Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen. Ich höre nicht auf zu hoffen, dass es doch irgendwann noch klappen könnte, aber mit Ende 30 und vier Fehlgeburten (bzw. fünf wenn man die biochemische Schwangerschaft mitzählt) sinken meine Chancen und auch meine Hoffnung auf ein kleines Wunder leider auch. Es dauerte über acht Wochen bis ich meinen Zyklus wieder zurück hatte. Weihnachten 2020 stand vor der Tür. Wieder ein Lockdown. Wieder kam ein Baby im Freundeskreis zur Welt und wieder eröffnete mir eine weitere Freundin dass sie schwanger wäre. Warum ist das bei anderen eigentlich so einfach? Kurz vor dem Fest erhielt ich einen Anruf aus der Klinik. Sie hatten das Gewebe nach der letzten OP untersucht und dieses Mal wurde ein Grund für den Abort festgestellt. Er nannte sich Trisomie acht. (mehr …)

Einfach weg?!

Warten und Hoffen. So endete mein letzter Artikel. Warten und Hoffen. Die ganze lange Zeit immer und immer wieder. Ich war an einem Punkt angekommen, an dem ich nicht mehr konnte. Ich wartete und hoffte bereits seit 3,5 Jahren auf dieses kleine Wunder. In meinem Freundeskreis fühlte ich mich abgehängt. Eine Freundin eröffnete mir dass sie schwanger wäre. Es hätte „nicht gleich“ geklappt, sondern sieben Monate gedauert. Ich versuchte den Gedanken zu verdrängen, dass sie noch nicht mal mit dem zukünftigen Vater ihres Kindes zusammen war, als ich schon die erste Fehlgeburt hatte und was für einen langen Bart mein Kinderwunsch im Vergleich zu ihrem hatte. Ich war neidisch. Ich war neidisch darauf dass sie aus meiner Sicht „nur“ sieben Monate warten musste. Ich war aber auch neidisch, dass sie schwanger wurde und alles gut aussah und sie einfach eine normale Schwangerschaft durchlebte.

Ich musste im September 2020 wieder in die Kinderwunschklinik. Ich saß zitternd im Wartezimmer und hatte Angst, was jetzt wohl kommen würde. War das Ödem noch da? War es gewachsen? War unser Mini gesund? (mehr …)

Hydrops fetalis

Beim letzten Besuch in der Kinderwunschklinik hatte ich tatsächlich das erste Mal den Herzschlag unseres Minis gesehen. Ich verspürte eine unendliche Erleichterung. Trotzdem wollte meine Ärztin mich noch nicht ganz entlassen. Normaler Weise wechselt man in einer zustande gekommenen Schwangerschaft von der Kinderwunschklinik dann wieder zum niedergelassenen Frauenarzt, der die Schwangerschaft dann ganz normal weiterbetreut. Das heißt auch, dass man nicht mehr jede Woche zum Ultraschall darf, sondern nur zu den Terminen, die die Krankenkasse regulär vorsieht und übernimmt. Aufgrund der vorangegangenen Fehlgeburten wollte sich meine Ärztin aber ganz sicher sein, dass alles passt. Einen Mutterpass hatte sie mir daher noch nicht ausgestellt.

Eine Woche war seit dem letzten Besuch bei ihr vergangen und ich inzwischen bei ca. 7+4 (Die Schwangerschaft war 7 Wochen und 4 Tage alt). Ich war aufgeregt und freute mich das Mini zu sehen. Als wir zusammen auf den Bildschirm schauten, war der Herzschlag dieses Mal nicht so einfach zu erkennen. Sie musste etwas länger suchen bis sie ihn fand, aber er war da. Trotzdem machte sie kein glückliches Gesicht. „Was ist los?“ wollte ich wissen. (mehr …)